Das Hochschulwesen in der Region Grand Est



Ein vielfältiges und multidisziplinäres Angebot

Die Region Grand Est zählt mehr als 200 000 Studierende, eingeschrieben an 5 Universitäten, an denen Abschlüsse vom Bachelor (Bac+3) bis zum Master (Bac+5) erworben werden können (Universität Reims Champagne-Ardenne, Technische Universität Troyes, Universität Lothringen, Universität Haute-Alsace und die Universität Straßburg, die im Shanghai-Ranking 2017 unter den 150 besten Hochschulen rangierte), sowie an etwa fünfzig Grandes Ecoles für Ingenieurwesen, Handel, Kunst & Design und Architektur, von denen 18 aus Universitäten hervorgegangen sind.

Die Region verfügt darüber hinaus über ein umfangreiches Angebot an berufsbildenden Einrichtungen, mit 15 Fachhochschulen (Instituts universitaires de technologie/IUT) und 56 Ausbildungseinrichtungen für Gesundheitsberufe sowie 154 Gymnasien (Lycées), an denen das Fachdiplom Brevet de technicien supérieur (Bac+2) erworben werden kann.

Dazu kommen 5 Hochschulen für Rechts- und Verwaltungswissenschaften, darunter das Institut für politische Studien in Straßburg, je ein Außencampus des Instituts für politische Studien von Paris „Science Po Paris“ in Reims und Nancy sowie 3 Unikliniken (CHU).

Damit verzeichnet die Region Grand Est 7,7 % aller im französischen Mutterland Studierenden und liegt mit diesem Wert auf Rang 5 unter den französischen Regionen. Was die Anzahl an Hochschulen für Ingenieurwesen betrifft, liegt es an zweiter, bei den Hochschulen für Architektur an dritter Stelle.

Von den 200 000 Studierenden sind 13 000 an Ingenieurstudiengängen eingeschrieben, das sind 9,3 % aller in Frankreich in diesem Bereich Studierenden, eine große Chance für die zweitgrößte Industrieregion Frankreichs (ohne Ile-de-France).

Ein attraktives Ausbildungsangebot mit internationaler Ausrichtung

Die Hochschuleinrichtungen der Region Grand Est verfügen über große internationale und insbesondere auch grenzüberschreitende Attraktivität, mit dem EUCOR – dem European Campus und der Universität der Großregion.

„Exzellenz in der Forschung“

Die Region besitzt Hochschuleinrichtungen von internationaler Ausstrahlung und mit internationalen Partnerschaften, wie z.B. die International Space University in Illkirch oder die Außenstelle der Universität von Atlanta, Georgia Tech Lorraine in Metz.

Zwei Außencampi des Sciences Po in der Region Grand Est

Beim QS University Ranking 2015 lag das Institut Sciences Po weltweit auf Rang 5 der besten Universitäten für Politikwissenschaft und internationale Beziehungen. In der Region Grand Est sind die beiden Außencampi in Nancy und Reims an fast 90% der internationalen Bachelor-Doppelabschlüsse beteiligt, die vom Sciences Po angeboten werden.
Der Campus in Reims unterhält Partnerschaften zu Eliteuniversitäten wie der Columbia University oder der University of California Berkeley. Der Campus in Nancy wiederum, der stärker auf die deutschsprachige Welt ausgerichtet ist, unterhält eine Partnerschaft mit der Freien Universität Berlin.
Angesichts des Gewinns an Exzellenz, den diese beiden Campi des Sciences Po für das Gebiet bedeuten, unterstützt die Region deren Entwicklung mit mehr als 1M€ pro Jahr, zusätzlich zu den Bauvorhaben des Campus von Reims.

http://www.sciencespo.fr/college/en/campus/reims
http://www.sciencespo.fr/college/fr/campus/nancy

Zu diesen beiden Campi kommt das Institut für politische Studien (IEP) von Straßburg mit 1 500 Studierenden (von denen 20% aus dem Ausland stammen), dessen Studiengänge eine deutliche europäische bzw. internationale Ausrichtung aufweisen, bei gleichzeitiger starker regionaler Verankerung.

Eine europäische Hochschule im Herzen der Region : die EEIGM

Die Ecole Européenne d’Ingénieurs en Génie des Matériaux (Europäische Ingenieurhochschule für Materialwissenschaften) in Nancy ist in ihrer Art einzigartig: Sie bietet den Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen ihres Studiums mindestens ein Jahr im Ausland zu verbringen (Ausbildung, Forschungspraktikum, Industriepraktikum), zusätzlich zu den Sprachaufenthalten, und in den 3 Jahren in Nancy Kontakte zu Studierenden aus den Partnerländern zu knüpfen, um sich eine solide europäische Kultur und die Beherrschung von vier Sprachen anzueignen (Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch).

http://eeigm.univ-lorraine.fr/fr

Förderung der internationalen Mobilität

Die Region Grand Est verfügt über ein attraktives und multidisziplinäres Hochschulangebot, das knapp 26 000 internationale Studierende anzieht, also 13% der gesamten Studentenschaft der Region.
Darüber hinaus fördert sie die internationale Mobilität ihrer Studenten und Studentinnen, um deren Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern, sowohl im Rahmen des ERASMUS-Programms als auch durch eine gezielte Förderpolitik, die Mittel in Höhe von 3,6 M€ pro Jahr bereitstellt, um die Mobilität von 6 000 Studierenden zu unterstützen. Angesichts ihrer strategischen Lage mit Grenzen zu vier Ländern gewährt die Region einen finanziellen Bonus für grenzüberschreitende Mobilität.

Initiative zur Bündelung von Akteuren

Um den Bedürfnissen der Industrie gerecht zu werden, hat die Region Grand Est eine Initiative zur Bündelung von Akteuren gestartet: z.B. in Rahmen der Industrie der Zukunft, unter der Leitung von AlsaceTech, oder von ARTEM, einer Allianz von 3 Grandes Ecoles (der École nationale supérieure d’art et de design von Nancy, der ICN Business School und der Bergbauhochschule Mines Nancy) auf einem Exzellenz-Campus im Herzen von Nancy mit 3 500 Studierenden und einem Angebot an gemeinsamen und multidisziplinären Studiengängen, die auf die immer komplexeren Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt sind.

http://www.alliance-artem.fr/accueil.html

Regionale Maßnahmen zur Stärkung der Exzellenz und Verbesserung der Attraktivität des Gebiets

Mit dem Ziel, die Qualität der Hochschulbildung in ihrem Gebiet zu stärken, hat die Region Grand Est eine Partnerschaft mit allen Grandes Ecoles der Region auf den Weg gebracht. Der hierzu geschlossene „Pacte Grandes Ecoles“ 2017-2019 soll dazu dienen, die regionalen Synergien zu verstärken und die internationale und grenzüberschreitende Attraktivität der Einrichtungen zu verbessern. Hierfür wird ein Budget von 6 M€ bereitgestellt.

Parallel dazu soll der elsässische „Pacte Ingénieurs“ 2015-2019, ausgestattet mit einem Budget von 5 M€, die Hochschulen dazu anregen, hochinnovative Studiengänge einzurichten (e-Health, nachhaltige Materialien, etc.) und den Übergang zur Industrie der Zukunft zu begleiten. Mehr als 1 000 Ingenieure machen alljährlich ihren Abschluss, 1/3 davon bleibt beruflich im Elsass.

Studentisches Unternehmertum und berufliche Eingliederung

Um das studentische Unternehmertum zu fördern, stellt die Region für den Zeitraum 2017-2019 Fördermittel in Höhe von 600 K€ für die Akteure des studentischen Unternehmertums bereit, also die drei Studentischen Zentren für Innovation, Transfer und Unternehmertum (PEPITE).

Die Region unterstützt darüber hinaus Aktionen, die den Studierenden erlauben, ihre Eingliederung in das Berufsleben vorzubereiten, indem sie sich ein entsprechendes berufliches Netzwerk aufbauen.


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