Der Regionalrat



Der Regionalrat der Region Grand Est zählt 169 Ratsmitglieder : 59 aus dem Elsass, 38 aus Champagne-Ardenne und 72 aus Lothringen. Die Plenarversammlung, bei der die 169 Mitglieder zusammenkommen, tagt 4- bis 5-mal im Jahr. Eine dieser Tagungen dient der Prüfung und Verabschiedung des Haushalts der Gebietskörperschaft, dem politischen Akt, der die wichtigsten Prioritäten der regionalen Tätigkeit festlegt.

Der Regionalrat überträgt einen Teil seiner Befugnisse dem Ständigen Ausschuss. Dieser steht unter dem Vorsitz des Präsidenten des Regionalrates, zählt 56 Mitglieder und tritt einmal im Monat in öffentlicher Sitzung zusammen, um die politischen Vorgaben der Region umzusetzen, in Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Plenarversammlung und nach Stellungnahme der 14 Fachausschüsse. Der Ständige Ausschuss tagt regelmäßig zu allen Fragen, die der Präsident ihm vorlegt, und teilt die Mittel aus dem Haushalt zu.

Die 14 Fachausschüsse prüfen die Dossiers, die verschiedenen regionalen Zuständigkeiten unterliegen, und legen dem Präsidenten der Region eine Stellungnahme vor.

  • Ausschuss für Finanzen
  • Ausschuss für internationale grenzüberschreitende Beziehungen
  • Ausschuss für Transport und Verkehr
  • Ausschuss für berufliche Bildung
  • Ausschuss für Lycées und Lehre
  • Ausschuss für Jugend
  • Ausschuss für Wirtschaftsförderung
  • Ausschuss für Innovation
  • Ausschuss für Hochschulwesen und Forschung
  • Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft
  • Ausschuss für Raumplanung
  • Ausschuss für Umwelt
  • Ausschuss für Kultur
  • Ausschuss für Sport
  • Ausschuss für Tourismus

 

3,4 Milliarden Euro für den Großraum Ost im Jahr 2021

Anlässlich der Plenarsitzung vom 28. und 29. Januar 2021 hat die Region Grand Est ihren Haushalt für 2021 verabschiedet. Es zeigt den Willen, den Großraum Ost zu einer Region zu machen, die an der Spitze der großen industriellen, ökologischen, energetischen und digitalen Übergänge steht, beispielhaft in Frankreich und in Europa, mit einer vielversprechenden Zukunft für alle seine Bewohner und alle seine Gebiete.

Konjunkturbelebung für grünes Wachstum: 346,7 Millionen Euro

Mit dem Business Act Grand Est setzt die Region auf drei zukunftsweisende Transformationsmotoren: industrielle Leistungsfähigkeit, Umwelt- und Energiewende sowie digitale Transformation.

Im Jahr 2021 wird die Region ihre Bemühungen um Unternehmen fortsetzen, zum Beispiel durch die Verlagerung von Lieferketten. 500 Mio. Euro werden insbesondere über den Rebound Loan und den Resistance Fund zur Verfügung gestellt, um Eigenkapital (oder Quasi-Eigenkapital) für wirtschaftliche Wachstumsprojekte bereitzustellen. Die Kollektivität positioniert sich auch als französischer und europäischer Vorreiter bei den Technologien der Zukunft: Dekarbonisierung der Industriesektoren, künstliche Intelligenz, Industrie 5.0, etc.

Im Bereich der Landwirtschaft wird die Region ihre Intervention für die Strukturierung von kurzen Kreisläufen intensivieren, was bereits durch die Anwendung Loc’Halles Grand Est umgesetzt wurde. Sie wird einen dritten Weg für die Landwirtschaft entwickeln, mit dem Ziel, die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe, die sich in einem ökologischen und digitalen Transformationsprozess befinden, um 50 % zu erhöhen und den Einsatz von Pestiziden bis 2025 zu halbieren.

Um den touristischen und kulturellen Ansprüchen der Bürger gerecht zu werden und gleichzeitig den Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, wird sich die Region außerdem auf den grünen Tourismus einstellen.

Größere Nähe zu den Gebieten: 295,1 Millionen Euro

Gesundheit, Glasfaser, Biodiversität, Kohlenstoffneutralität und Schadstoffreduzierung werden die treibenden Kräfte hinter den regionalen Aktionen im Jahr 2021 sein.

Im Bereich Gesundheit geht es um Innovationen, um die Gesundheit von morgen aufzubauen, insbesondere durch die Unterstützung junger Studenten und die Einrichtung von Fachkräften oder durch die Entwicklung von E-Health.

Auf der Glasfaserseite wird sich der Ausbau des THD beschleunigen: Im Großraum Ost sind bereits 1.400 Gemeinden abgedeckt (von 5.121).

Im Hinblick auf die Biodiversität und die Energiewende wird das Programm Climaxion, das bereits 5.000 Arbeitsplätze im Großraum Ost geschaffen hat, ebenso erneuert wie die Schutzprogramme der 6 regionalen Naturparks und der 27 regionalen Naturschutzgebiete.

Immer mehr nachhaltige Mobilität: 984,1 Millionen Euro

Die Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Bürger verändert. Mehr denn je müssen die Verkehrsträger eine nachhaltige Dimension einbeziehen. Dies ist der Leitfaden, dem die Region in ihrem Mobilitätsplan 2030 folgt.

Bis 2030 sollen 700 Busse, 50 Reisebusse, 1.200 Lastwagen, 100 Lastkähne und eine Flotte von Leichtzügen eingesetzt werden, die alle mit Wasserstoff betrieben werden. Für Elektrofahrzeuge werden landesweit 11.000 Ladestationen zur Verfügung gestellt.

Auf der Schienenseite verpflichtet sich die Region, die kleinen Linien des TER-Netzes zu übernehmen, um weiterhin lokale Verbindungen zu gewährleisten.

Schließlich soll ein regionaler Fahrradplan umgesetzt werden, um die Nutzung dieses sanften und umweltfreundlichen Verkehrsmittels zu fördern.

Schlüssel für die Zukunft junger Menschen: 913,3 Millionen Euro

Die Region mobilisiert, um die Bewohner des Großen Ostens, insbesondere junge Menschen, zu begleiten und auf die sich beschleunigenden Übergänge vorzubereiten.

Die Ausbildung für die Arbeitsplätze der Zukunft ist das wichtigste Ziel der Region für junge Menschen im Großraum Ost. Dabei geht es um die Entwicklung von Schulungen in strategischen Sektoren wie digitale Technologie, Energie, Lebensmittelverarbeitung, Bioökonomie, Automobilindustrie und Industrie der Zukunft.

Mit dem Ziel, den Verbrauch an erneuerbarer Energie bis 2030 um 40 % zu steigern, wird der Ansatz der Übergangsschule fortgesetzt. Sie listet bereits fast 100 regionale öffentliche Schulen (von 214) auf, die sich im Kampf gegen Lebensmittelabfälle und für Mülltrennung engagieren.

Darüber hinaus werden im Rahmen von Lycée 4.0 bis zum Beginn des Schuljahres 2021 100 % der Schüler im Grand Est mit einem Laptop ausgestattet sein.

Haushaltsentwurf 2021 hochladen (pdf – auf französisch)


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