Die Grenzlage – eine Besonderheit der Region Grand Est



Die im Herzen Europas gelegene Region Grand Est ist mit ihrer fast 760 km langen Grenze (davon 450 km zu Deutschland) eine grenzüberschreitende Region par excellence. Sie grenzt an vier Länder (Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Schweiz) und beteiligt sich aktiv an den Arbeiten der drei Kooperationsräume Oberrhein, Großregion und Champagne-Ardenne/Wallonie. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat für die Entwicklung der Partner dieser drei Kooperationsräume nach wie vor große Bedeutung.

Strategische leitelinien der Région Grand Est für die Grenzüberschreitenden beziehungen

Durch ihre geografische Lage ist die Region Grand Est besonders stark von der grenzüberschreitenden Beschäftigung betroffen. Von den 370 000 Personen, die in Frankreich leben und angeben, in einem Nachbarland zu arbeiten, kommen 164 200 aus der Region Grand Est (44%), mit einer starken Konzentration an der luxemburgischen und schweizerischen Grenze.

Die Region und ihre Partner haben verschiedene Informationsdienste für all jene eingerichtet, die auf der anderen Seite der Grenze arbeiten möchten oder vom Leben in der Grenzregion umfassend profitieren wollen, wie etwa das Infobest-Netz am Oberrhein, das CRD Eures Frontaliers Grand Est oder auch das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz. Zudem wird eine tagtägliche Informationsarbeit innerhalb der Gebiete geleistet, durch das starke Engagement der fünf Eurodistrikte der Region Grand Est.

Über ihre Interreg-Programme fördert die Europäische Union die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Entwicklung von innovativen und strukturschaffenden Projekten, aber auch die Durchführung von Mikroprojekten, um die Bürger zu ermutigen, am grenzüberschreitenden Leben umfassend teilzunehmen. Die drei grenzüberschreitenden Interreg-Kooperationsräume, an denen die Region Grand Est beteiligt ist, verfügen über Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in einer Gesamthöhe von 420 Millionen Euro für den Programmzeitraum 2014-2020. Die geförderten Projekte decken ein breites Spektrum an Themen ab (Wirtschaft/Innovation, Bildung, Verkehr, Universitäten, Umwelt, Kultur, Raumplanung etc.).

Auch das institutionelle politische Leben ist darauf ausgerichtet, Impulse zu setzen, gemeinsame Leitlinien festzulegen und Projekte zu initiieren. Die im Rahmen der Oberrheinkonferenz, des Oberrheinrates, des Interregionalen Parlamentarierrates und des Gipfels der Exekutiven realisierten Arbeiten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesamtdynamik.


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